
Kaum hatte sich am 14. Dezember 2005 die Tür hinter dem letzten Kurgast geschlossen, spielte sich in der Ostseeklinik Poel Ungewöhnliches ab: Therapeuten tauschten ihre weißen Kittel gegen blaue Overalls aus, Thomas Hönsch – als Küchenchef sonst peinlich auf Sauberkeit und Ordnung achtend – riss Tapeten von den Wänden, und auch der Ärztliche Direktor Dr. Aloys Hassels bot mit Malermütze und pinselschwingend ein seltenes Bild.
Grund für das illustre Treiben war nicht etwa ein verfrühtes Faschingsfest, sondern die umfangreichen Umbaumaßnahmen, die in der Ostseeklinik Poel anstanden. In nur vier Wochen sollten der Eingangsbereich mit Rezeption und DAK-Café komplett neu gestaltet und alle 103 Appartments renoviert werden. „Da musste jeder mit anpacken“, erklärt Wolfgang Schmidt, „sonst hätten wir das nicht geschafft.“ Der enge Terminplan bereitete dem sonst auch in stressigen Situationen gelassenen Verwaltungsleiter einiges Kopfzerbrechen. Am 24. und 25. Januar 2006 – so viel stand fest – reisen wieder 101 Mütter mit 136 lebhaften Kindern an. Ein volles Haus mit Baustellen und Handwerkern wäre eine Katastrophe gewesen.
Was aus der Not geboren wurde, entpuppte sich als ein besonderes Erlebnis, das keiner vom Team der Ostseeklinik Poel mehr missen möchte. Gemeinsam mit Architekten, Bauleiter, Handwerkern und Raumausstattern arbeiteten alle Hand in Hand. „Das ist jetzt noch viel mehr unser Haus geworden und hat uns als Team zusammengeschweißt“, meint Heike Schröder von der Patientenbetreuung.
Das Resultat kann sich sehen lassen: Die hellen, freundlichen Farben, kombiniert mit dem warmen Orange, das sich in Vorhängen, Bezügen und vereinzelt als Wandfarbe wiederfindet, schaffen eine angenehme Atmosphäre und spiegeln die positive Stimmung in der Klinik wider. Dr. Hassels, nun wieder im weißen Kittel und ganz Mediziner, sagt: „Für den Therapieerfolg ist es immens wichtig, dass sich unsere Patienten bei uns wohl fühlen.“ Eine schöne Umgebung und ein behagliches Appartment spielen dabei eine ganz entscheidende Rolle, so dass wir zuversichtlich sind, dass sich unsere Mütter mit ihren Kindern in Zukunft noch etwas wohler bei uns fühlen. Wir als Klinikteam werden das Unsrige dazu beitragen.


